Der Bruch einer Prothese ist natürlich immer ärgerlich für den Patienten.

Für den Behandler und für den Zahntechniker ist es immer eine Herausforderung, denn jede Bruchstelle muss genau angeschaut werden, es gibt also kein Standard-Vorgehen. In jedem Fall erfordert die Reparatur eines Prothesenbruches ein gut ausgestattetes zahntechnisches Labor sowie die nötige Arbeitszeit. Nur selten kann ein Bruch innerhalb einer Stunde repariert werden, meist sind mehrere Stunden oder sogar mehrere Arbeitstage nötig.

Für die Beurteilung, ob und wie eine Reparatur möglich ist, kommt es unter anderem auf die in der Prothese verwendeten Materialen an. Aber auch viele andere Faktoren müssen berücksichtigt werden. In manchen Fällen kann es sogar günstiger sein, eine neue Prothese herzustellen. Wie die Situation im Einzelfall zu beurteilen ist, muss im Beratungsgespräch geklärt werden.

 

Nicht selbst reparieren!

Auf keinen Fall sollten Sie selbst Reparaturversuche starten! Benutzen Sie keinen Kleber!

Wenn die Prothese verklebt ist, ist die Zuordnung der Bruchstücke extrem schwierig, manchmal wird dadurch eine Reparatur unmöglich. Abgesehen davon wird die Klebung der Prothese nicht halten, das zeigt die Erfahrung.

 

Gründe für den Bruch herausfinden

Nach erfolgreicher Reparatur muss nach den Gründen für den Bruch gesucht werden. Insbesondere, wenn die Prothese beim normalen Gebrauch gebrochen ist, liegt der Grund dafür meist in Fehlbelastungen. Diese entstehen beispielsweise an Prothesen, die über einen langen Zeitraum nicht unterfüttert wurden. Werden die Fehlbelastungen nicht beseitigt, ist ein erneuter Bruch sehr wahrscheinlich.

 

Bruchprophylaxe

Die beste Versicherung gegen Prothesenbrüche besteht in regelmäßigen Kontrollen beim Zahnarzt. Zweimal pro Jahr werden diese von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.

Dies gilt besonders für zahnlose Patienten mit Totalprothesen! Hier können bevorstehende Bruchgefahren vom Zahnarzt früh erkannt und eliminiert werden.