Bei manchen Magen-Darm-Erkrankungen sowie bei bestimmten psychischen Erkrankungen (Bulimie, Magersucht, Ess-Brech-Sucht, Anorexia nervosa), aber auch in der Schwangerschaft kommt es zu häufigem Erbrechen von Mageninhalt. Beim Erbrechen werden die Zähne von Magensäure umspült.

Der Kontakt mit Säure führt zum Herauslösen von Calcium aus dem Zahnschmelz und damit zu einer oberflächlichen Erweichung des Zahnschmelzes. Die Herkunft der Säure spielt hierbei keine Rolle! Säure kann auf verschiedenen Wegen an die Zähne gelangen: Zum Beispiel durch saure Getränke wie Fruchtsäfte, als Stoffwechselprodukt von Bakterien und wie oben beschrieben beim Erbrechen.

Erbrechen und Zähneputzen

Gerade nach dem Erbrechen haben viele Patienten das Bedürfnis, sich die Zähne zu putzen, um den Geschmack zu bekämpfen. Das ist leider besonders schädlich für die Zähne, denn dabei wird der aufgeweichte Schmelz weggebürstet! Innerhalb kurzer Zeit kann es dadurch zu erheblichen Subsatnzverlusten kommen. 

Alternativen zum Zähneputzen nach Erbrechen

Wesentlich besser als Zähneputzen ist es, nach dem Erbrechen eine Mundspülung zu verwenden. Besonders empfehlenswert sind dazu Spülungen, die Fluorid enthalten. Das Fluor sorgt für eine Remineralisierung des Zahnschmelzes, wodurch er wieder härter wird.

Bei der Anwendung der Spülung kommt es weniger auf die verwendete Menge als auf die Einwirkdauer an. Sie sollten die Spülung 1-2 Minuten im Mund einwirken lassen und dann ausspucken.

Leider können dauerhafte Zahnschäden auch durch diese Maßnahmen nicht sicher verhindert werden. Hier hilft nur eine ärztlicher Therapie der Ursachen für häufiges Erbrechen.