Wer einmal die Vorteile des Sandstrahlens entdeckt hat, will es nicht mehr vermissen. Viele Arbeiten gelingen sauberer oder gar genauer. Ein Ersatz für den Bohrer (wie von der Industrie oft versprochen) ist der Sandstrahler jedoch nicht.

Mein Lieblingsgerät ist der Prepstart der Firma Danville. Das Gerät benötigt nur einen Druckluftanschluß (möglichst >5bar), keinen Strom- oder Wasseranschluß (der Strahl ist trocken!).

Mit der Zeit entdeckt man immer mehr Anwendungsmöglichkeiten:

  • Reinigen und Eröffnen von Fissuren vor der Versiegelung

    dabei erfolgt die Kariesdiagnostik automatisch: verbirgt sich unter einer Verfärbung Karies, wird diese automatisch freigelegt und kann konventionell behandelt werden

  • Reinigung von Kavitäten

    zum Beispiel nach Wurzelfüllung, um Sealerüberschüsse zu entfernen

  • Anrauen von Oberflächen vor dem Bonding

erhöht die Haftung von Bonding auf dem Schmelz, insbesondere bei self-etch-Verfahren

  • Freistrahlen von Stiftaufbauten und Schrauben

    oft kann bei Schraubenaufbauten der passende Schlüssel angesetzt werden und die Schraube gedreht werden; Freilegen von Befestigungsschrauben bei Implantatsuprakonstruktionen

     

Airflow und Prophylaxe

Der Sandstrahler hinterlässt rauhe Oberflächen (das soll er ja auch). Damit ist er aber für Prophylaxezwecke ungeeignet. Für professionelle Zahnreinigung und Prophylaxe werden daher Airflow-Geräte eingesetzt, die nicht mit Sandpartikeln sondern mit einem Gemisch aus Wasser und Salzkristallen arbeiten.

 

Sandstrahlgeräte

Prepstart
Sandstrahlgerät "Prepstart"