Wenn eine Prothese (ein Zahnersatz) nicht mehr ausreichend genau auf dem Zahnfleisch aufsitzt, ist eine Unterfütterung der Prothese angezeigt.

Durch die Unterfütterung kann ein Schaukeln der Prothese verringert oder beseitigt werden. Bei Totalprothesen kann oft auch der Prothesenhalt verbessert werden. Wenn eine Prothese mehrmals innerhalb kurzer Zeit bricht, kann eine Unterfütterung oft die Bruchgefahr verringern.

 

Vorgehen

Zunächst muss eine geeignete Abformung der Prothese genommen werden. Dazu wird eine Abformmasse auf die Prothese aufgetragen und so der Spalt zwischen Prothese und Schleimhaut (Gingiva, Zahnfleisch) ausgefüllt.

Die Prothese wird mitsamt der Abformmasse desinfiziert und in einem zahntechnischen Labor weiterverarbeitet. Dort wird ein Kiefermodell mit Hilfe der Abformung erstellt und danach die Abformmasse durch Prothesenkunststoff ersetzt. Die Form des Kunststoffes ergibt sich anhand des Modells.

In der Regel kann diese Arbeit innerhalb eines Arbeitstages erledigt werden, so dass der Patient die Prothese bereits im Laufe des Tages zurück erhält, wenn die Unterfütterungsabformung am Morgen getätigt wird.

 

Nachbehandlung

Da bei einer Unterfütterung die Prothesenunterseite verändert wird, kann es zu Druckstellen kommen. Dies kann nicht grundsätzlich verhindert werden.